Bürokratie in China

02.08.2005, Peking: Da wir ursprünglich nur ein 30-Tage-Touristenvisum hatten, mussten wir für unsere weitere Reise in China unser Visum verlängern lassen. Tatsächlich wird das Visum aber nicht verlängert, sondern man beantragt ein neues Visum. Dieses neue Dokument ist dann ab dem Tag der Beantragung wiederum 30 Tage gültig - wobei der Ausfertigungs- prozess aber ca. eine Woche dauert und man somit für die erste Woche der Verlängerung ohne Pass dasitzt und an den Ort gebunden ist, an dem man das neue Visum beantragt hat. Zur freien Verfügung im Land hat man also nur drei wietere Wochen.

Überrascht waren wir, als wir die zuständige Behörde aufsuchten. Anders als in Russland oder auch Deutschland kommt man in ein hochmodernes Gebäude und wird mit echtem Service empfangen:
Keine langen Warteschlangen, die Beamten geben freundlich Auskunft und unterstützen einen gerne, das richtige Forumular zu finden. Und das sogar zu Themen, für die sie eigentlich nicht zuständig sind. Dann am Schalter die größte Überraschung: Die nette Dame sprach fließend Deutsch und Englisch!

Als wir in einer Poststelle dann auch noch ähnlich freundlich und ebenfalls in Englisch empfangen wurden, fingen wir an, uns ensthaft Gedanken zu machen. Vielleicht wirkt hier tatsächlich noch nach, dass zur Kaiserzeit in China die Beamten einer der angesehensten und bestausgebildetsten Berufsstände waren.

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Ein Reisebericht von Nathaly Schäfer:

 −> Mit dem Fahrrad von Peking nach London!

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