Höhenkrankheit (1/2)

Seit wir in Lhasa gelandet waren, wurde die Luft dünn. Doch besonders dünn wurde sie ab der ersten Nacht. Bei allen Aktivitäten begeleiteten mich leichte bis stärkere Kopfschmerzen und ich war ständig müde. Im Bett litt ich dann auch noch an Atemnot. Doch die Zeit drängte uns zur Mount Everest Tour.

Diesen Gletscher kenne ich nur vom Foto!
 −> Zoom! −> Hilfe!

Bereits am ersten Tag unserer Fahrt lag ein Pass auf 4700m und je höher wir kamen, desto schlechter ging es mir. Die Aussicht auf dem Pass wollte ich dann auch nicht bewundern, sondern nur im Auto bleiben und schlafen - und zurück nach Lhasa fahren! Da wir aber schon über die Hälfte der Tagesstrecke bestritten hatten, fuhren wir bis nach Shigatse (3900m), um dort die Nacht zu verbringen und eine Lösung für Natascha zu finden, die weiter wollte.

Während ich nun in unserem Hotelzimmer auf dem Bett lag, fror, mir übel war und immer stärkere Kopfschmerzen hatte, liefen Alex und Natascha durch die Straßen, auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit. Zwar fanden sie keine, aber während ihrer Gespräche hörten sie viele Höhenkrankheitstories von Menschen, denen es noch schlechter als mir bisher ergangen war (von sich dauernd übergeben müssen bis zur Sauerstoffbehandlung im Basecamp). Aber alle meinten, dass das vorübergehen würde, ich Sauerstoff atmen und abwarten solle. Also kehrten sie mit 10 Sauerstoffflaschen ins Hotel zurück und sprachen mir Mut zu. Mich konnten sie jedoch nicht wirklich überzeugen und auch die Aussicht auf den Mount Everest lockte mich nicht. Aber ich atmete brav den Sauerstoff und überstand die Nacht trotz des Gefühls von ständiger Atemnot.

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